Am Freitag, den 25.07.2025 war es soweit, zwei Feuerwehrautos der Freiwilligen Feuerwehr Angelbachtal sowie das Deutsche Rote Kreuz rückten an und nahmen unsere Werkrealschüler in Empfang. Glücklicherweise war kein Unglück Grund für die Anwesenheit all dieser ehrenamtlichen Retter. Dieser sonnige Vormittag stand für unsere Werkrealschüler einzig unter dem Motto des Katastrophenschutzes. „Was ist eigentlich eine Katastrophe“, fragte unser Schulleiter Herr Schwenk in die Runde.

Die Jugendlichen hatten sofort die verschiedensten Szenarien im Kopf – ein Hochwasser, ein Autounfall, wenn ein Feuer ausbricht oder wenn jemand einfach umfällt und nicht mehr atmet. Damit uns diese vielfältigen Katastrophen im Eintrittsfall nicht gänzlich unvorbereitet treffen, ermöglichte uns die Freiwillige Feuerwehr und das DRK an den unterschiedlichsten Stationen einen Einblick rund um den Katastrophenschutz.
Welche Stoffe brennen schnell, warum sollte ich niemals Wasser in eine brennende Pfanne mit Fett gießen und wie funktioniert eigentlich ein Feuerlöscher? Das theoretische Wissen durfte direkt in der Praxis umgesetzt werden: Das laute Piepsen eines Rauchmelders live zu hören, den Feuerlöscher nicht nur an der Wand stehen zu sehen, sondern zu wissen, wie wir ihn im Brandfall richtig halten und damit eine brennende Mülltonne löschen können: Wir möchten vorbereitet sein. Die Stationen umfassten einiges rund um die Prävention von Katastrophen, aber zeigten auch wie wir im Ernstfall ruhig und richtig handeln können. Im Katastrophenfall immer den Notruf 112 wählen, lernten wir, während eine Rauchsimulation anhand eines Puppenhauses demonstrierte, wie schnell sich giftiger Rauch ausbreitet, sobald eine einzige vergessene Kerze einen Vorhang in Brand setzt. Das Deutsche Rote Kreuz zeigte, wie eine Sirene klingt und die Jugendlichen machten sich bereit alles in einen Rucksack zu packen, was sie zum Überleben für drei Tage benötigen. Auch das richtige Anlegen von Verbänden wurde geübt und so trug bald die Hälfte der Schülerinnen und Schüler einen perfekten Kopfverband und Druckverbände an den Armen und den Oberschenkeln.
Unter dem Motto „Löwen retten Leben“, durfte nochmal richtig geschwitzt werden und im Rhythmus zu dem Lied „Stayin‘ Alive“ an Puppen geübt werden, wie wir einen Menschen richtig reanimieren, wenn er nicht mehr atmet. Egal wie groß oder klein, alle gaben ihr Bestes, um das Knacken im Brustkorb zu hören, das die passende Drucktiefe bei der Reanimation verdeutlicht.

Zum Abschluss versammelten wir uns vor der Sonnenberghalle und sahen dabei zu, wie eine nicht vollständig entleerte Deoflasche bei heißen Temperaturen explodiert. Mit diesem lauten Knall und einigem an neuem Wissen für den Ernstfall endete unser Katastrophenschutztag.
Ein riesiges Dankeschön geht an die Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr Angelbachtal und an das Deutsche Rote Kreuz Angelbachtal, die uns unter der Leitung von Doris Göschl in ihrer Freizeit so viel beigebracht haben, das im Zweifelsfall Leben retten kann.
~ Sonja Toparkus

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